Advertisement
Für Beethoven war Stillstand grausam, weshalb er konsequent seinen kompositorischen Weg verfolgte, dabei seine Vorgänger weit zurückließ – und gleichzeitig die Vorlage für die Generationen nach ihm schuf. Sein fünftes und letztes Klavierkonzert schrieb er 1809 in einer aufgewühlten Situation, denn er litt unter der napoleonischen Besatzung Wiens. Trotzdem wirkt das Stück wie ein optimistischer musikalischer Freiheitskampf. Seine 1802 beende te zweite Symphonie versprüht ebenfalls jede Menge Selbstbewusstsein und Vitalität: Kaum etwas ist in ihr davon zu spüren, dass er in jenem Jahr aufgrund seiner fortschreitenden Schwerhörigkeit verzweifelte und das erschütternde »Heiligenstädter Testament« verfasste. In Linz spielen wir statt dieser Symphonie ein Werk von Schumann, dessen Musikbibliothek voll mit Beethovens Kompositionen war: Seine berühmte »Rheinische« entstand 1850 in Düsseldorf – und in ihr ist viel in Bewegung, sodass ein früher Rezensent von »Wasserfahrten zwischen rebengrünen Hügeln und Winzerfesten« schwärmte. Doch Schumann fing in der Musik nicht nur den majestätischen Rhein ein, sondern auch den imposanten Kölner Dom – und möglicherweise geistert in den Noten sogar sein bewundertes Vorbild herum, schließlich setzte er sich bereits einige Zeit vorher sehr für das dann 1845 errichtete Beethoven-Monument in Bonn ein: Er schlug vor, ihn überdimensional darzustellen, »damit, wie er schon im Leben tat, er über Berg und Berg schauen könne – und wenn die Rheinschiffe vorbeifliegen und die Fremdlinge fragen, was der Riese bedeute, so kann jedes Kind antworten: Beethoven ist das!«𝐉𝐚𝐤𝐮𝐛 𝐇𝐫𝐮̊𝐬̌𝐚 Dirigent
𝐊𝐢𝐫𝐢𝐥𝐥 𝐆𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐢𝐧 Klavier
𝐋𝐮𝐝𝐰𝐢𝐠 𝐯𝐚𝐧 𝐁𝐞𝐞𝐭𝐡𝐨𝐯𝐞𝐧 Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73
𝐋𝐮𝐝𝐰𝐢𝐠 𝐯𝐚𝐧 𝐁𝐞𝐞𝐭𝐡𝐨𝐯𝐞𝐧 Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Photo credits: Marian Lenhard, Marco Borggreve
Advertisement
Event venue
Herkulessaal München, Hofgartenstraße 2, 80539 München, Deutschland, Munich, Germany
Tickets