About this Event
Why do some images meet our gaze, resonate, and stay with us for so long? What happens to our perception in a time of visual overload?
As part of the PANDAwomen 2026 festival and our signature series “Meetings Without Translation”, we welcome writer Katja Petrowskaja for a conversation about photography, memory, war and a fragile relationship between words and pictures.
Two books will be at the heart of the evening: In “Das Foto schaute mich an” (2022) / “The ÜPhotograph Looks back at me”, Katja Petrowskaja brings together her photo columns written for the Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung and creates a genre of her own: short prose that condenses landscape, biography, research and contemporary history. Photographs encountered in the newspapers, exhibitions and social media, or found by chance in family albums, or archives become starting points. An apparently incidental image opens onto a much larger historical space: be it a ghostly plant from Chernobyl or a miner from the Donbas, a naked woman on the cover of an old record or a cloud in the sky. What is our present made of?
Her book “Als wäre es vorbei. Texte aus dem Krieg” (2025) consists of texts written between February 2022 and autumn 2024, which inevitably form a chronicle of the war against Ukraine and ask what happens to our perception when grief and horror recur for years and become part of everyday life for some and “not our war” for others. How do we keep looking without becoming numb? What can a photograph preserve, and what remains outside the frame? What lies behind resilience?
We may also touch on her first book “Maybe Esther” (2014) about a modern person, stumbling through history, and talk about a recently published anthology of Ukrainian prose selected and edited by Petrowskaja.
Katja Petrowskaja was born in Kyiv in 1970 and has lived in Berlin since 1999. She studied literature and Slavic studies in Tartu and received her doctorate in Moscow. She is a columnist of the Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Her debut, “Maybe Esther” (2014) has been translated into thirty languages and has received numerous awards (including the Igeborg Bachmmann Prize and the Aspekte Literature Prize). Her work has been widely translated and internationally recongnized.
The conversation, moderated by Sveta Müller, will be held in German.
Instagram: @katjakotoraja
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Warum begegnen manche Bilder unserem Blick, berühren uns und bleiben uns so lange im Gedächtnis? Was geschieht mit unserer Wahrnehmung in einer Zeit der visuellen Überflutung?
Im Rahmen des PANDAwomen 2026 Festivals und unserer Reihe „Treffen ohne Übersetzung“ begrüßen wir die Schriftstellerin Katja Petrowskaja zu einem Gespräch über Fotografie, Erinnerung, Krieg und die fragile Beziehung zwischen Worten und Bildern.
Zwei Bücher stehen im Mittelpunkt des Abends: In „Das Foto schaute mich an“ (2022) / „The Photograph Looks back at me“ versammelt Katja Petrowskaja ihre Fotokolumnen für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und schafft ein eigenes Genre: kurze Prosa, die Landschaft, Biografie, Recherche und Zeitgeschichte verdichtet. Fotografien aus Zeitungen, Ausstellungen und sozialen Medien oder Zufallsfunde in Familienalben und Archiven werden zu Ausgangspunkten. Ein scheinbar beiläufiges Bild öffnet einen viel größeren historischen Raum: eine geisterhafte Pflanze aus Tschernobyl oder ein Bergarbeiter aus dem Donbas, eine nackte Frau auf dem Cover einer alten Schallplatte oder eine Wolke am Himmel. Woraus besteht unsere Gegenwart?
Ihr Buch „Als wäre es vorbei. Texte aus dem Krieg“ (2025) besteht aus Texten, die zwischen Februar 2022 und Herbst 2024 entstanden sind. Sie bilden unweigerlich eine Chronik des Krieges gegen die Ukraine und fragen, was mit unserer Wahrnehmung geschieht, wenn Trauer und Entsetzen über Jahre wiederkehren und für manche zum Alltag werden, während es für andere „nicht unser Krieg“ ist. Wie schauen wir weiter hin, ohne abzustumpfen? Was kann eine Fotografie bewahren, und was bleibt außerhalb des Bildausschnitts? Was steckt hinter Resilienz?
Vielleicht kommen wir auch auf ihr erstes Buch „Maybe Esther“ (2014) zu sprechen, über einen Menschen der Gegenwart, der durch die Geschichte stolpert, sowie auf eine kürzlich erschienene Anthologie ukrainischer Prosa, die Petrowskaja zusammengestellt und herausgegeben hat.
Katja Petrowskaja wurde 1970 in Kyjiw geboren und lebt seit 1999 in Berlin. Sie studierte Literaturwissenschaft und Slawistik in Tartu und promovierte in Moskau. Sie ist Kolumnistin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Ihr Debüt „Maybe Esther“ (2014) wurde in dreißig Sprachen übersetzt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis und den Aspekte-Literaturpreis. Ihr Werk wurde vielfach übersetzt und international anerkannt.
Das Gespräch wird von Sveta Müller moderiert und findet auf Deutsch statt.
Event venue & nearby stays
PANDA platforma, Knaackstraße 97, Berlin, Germany