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"Lindgren und Lindberg"...lautet das Motto unseres Gottesdienstes "Literatur trifft Musik" am Totensonntag in der Antoniterkirche.
Zwei Persönlichkeiten aus Schweden bilden den Rahmen, in dem Text und Musik in ein spannungsvolles Miteinander gesetzt werden.
Astrid Lindgren geb. Ericsson (1907-2002) ist mit einer Gesamtauflage von weit über 20 Millionen Exemplaren in Deutschland erfolgreich wie kaum ein anderer Kinder- und Jugendbuchautor. Mit einer Gesamtauflage von über 170 Millionen Büchern gehört sie zu den bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautor*innen der Welt. Ihre Werke sind in 106 verschiedenen Sprachen erschienen. Sie ist die "geistige Mutter" von Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Kalle Blomquist, Karlsson vom Dach, den Kindern aus Bullerbü, den Brüdern Löwenherz und vielen anderen Figuren. Geboren wurde sie als zweites Kind des Pfarrhofpächters Samuel August Ericsson und seiner Ehefrau Hanna Ericsson und beschrieb ihre eigene Kindheit stets als besonders glücklich...
Der schwedische Komponist, Kantor und Hochschullehrer Oskar Fredrik Lindberg lebte von 1887 bis 1955. Ab dem vierzehnten Lebensjahr die Orgel in der Kirche seiner Heimatstadt Gagnef in der schwedischen Provinz Dalarna. Ab 1903 studierte er am Konservatorium von Stockholm, wo er 1906 das Organisten- und 1908 das Musiklehrerexamen ablegte. Daneben studierte er Komposition bei Ernst Henrik Ellberg und Johan Andreas Hallén. 1906 wurde er Organist an der Dreifaltigkeitskirche in Stockholm, von 1914 bis zu seinem Tode hatte er die Organistenstelle an der Engelbrektskyrkan inne. Seit 1910 wirkte Lindberg als Musiklehrer. Ab 1919 unterrichtete er Harmonielehre an der Musikhochschule Stockholm, seit 1936 als Professor. 1922 wurde er Dirigent der Stockholmer Akademischen Orchestervereinigung. Außerdem war er seit 1939 Mitglied des Choralbuchkomitees und seit 1941 des liturgisch-musikalischen Komitees. 14 Choräle wurden von ihm neu komponiert.
Der Bezug zum "Totensonntag" oder "Ewigkeitssonntag" ergibt sich nicht zuletzt aus der Auseinandersetzung mit Astrid Lindgrens Roman "Die Brüder Löwenherz". Darin sprechen die Brüder Karl (genannt Krümel) und Jonathan offen über den Tod, weil der neunjährige Krümel schwer krank ist und große Angst vor dem Sterben hat. Er weiß, dass er bald sterben wird, und fürchtet sich vor dem Unbekannten und dem "schwarzen Loch". Sein dreizehnjähriger Bruder Jonathan nimmt diese Angst ernst und redet nicht beschönigend um den Tod herum. Er erklärt ihm den Tod nicht als etwas Furchtbares, sondern als den Übergang in eine andere Welt. Um Krümel die Angst zu nehmen, beschreibt Jonathan das Paradies "Nangijala", ein Land "hinter den Sternen", in dem es Lagerfeuer, Kirschbäume, Freiheit und Abenteuer gibt und in dem man keine Schmerzen mehr hat. Allerdings stirbt nicht der todkranke Krümel zuerst, sondern Jonathan, der sein Leben opfert, um Krümel aus einem brennenden Haus zu retten. Kurz darauf stirbt auch Krümel und trifft Jonathan in Nangijala wieder...
Es musiziert KMD Johannes Quack; die Liturgie feiert mit Euch Pfarrer Markus Herzberg. Herzlich willkommen!
Ort ist dieses Mal die Antoniterkirche! (In der Regel feiern wir den Literaturgottesdienst im Antonius Saal des Citykirchenzentrums.)
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Event venue
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln, Deutschland, Cologne, Germany
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