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Wieso hingen die Morde an psychisch Kranken und der Beginn des Holocaust im Jahre 1941 voneinander ab? Wie sah die Verschärfung der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik in Düsseldorf in diesem Jahr konkret aus? Warum begann im Oktober die Deportation der jüdischen Bevölkerung? Wie zeigte sich der Krieg, der im Sommer in den Osten Europas getragen worden war, im Winter in der Stadt?Diesen Fragen geht die Ausstellung nach. Sie zeigt eine grenzenlose Eskalation der Gewalt und eine dramatische Zuspitzung aufgrund der Kriegslage. Und sie dokumentiert Zusammenhänge und Widersprüche des dritten Kriegsjahres 1941.
Die Besetzung des Balkans und Griechenlands (April), der Angriff auf die Sowjetunion (Juni) und der Eintritt der USA in den Krieg (Dezember) waren einschneidende Ereignisse des Jahres. Die Entscheidung der NS-Führung für die Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden war eng mit diesem Kriegsverlauf verknüpft. Der Krieg schuf die Bedingungen für den Völkermord. Es entfaltete sich eine Dynamik des Tötens. Und Düsseldorf war Teil dieses Geschehens.
Die Imagination einer geschlossenen „Volksgemeinschaft“ wurde aufrechterhalten – während in der Stadt die Massenverbrechen ihren Ausgang nahmen. Das Jahr 1941 war eine Wegmarke von der gespielten Normalität des „Dritten Reiches“ in den Abgrund der Katastrophe.
VERNISSAGE „DÜSSELDORF 1941. JAHR DER ESKALATION“
Montag, 2. November um 19 Uhr. Beginn im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof)
Die Ausstellung wird um 19 Uhr Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum durch Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur, Integration und Gesundheit der Landeshauptstadt Düsseldorf, eröffnet. Einführungen in die Ausstellungen geben die drei Kurator:innen Bastian Fleermann, Frederike Krenz und Hildegard Jakobs (alle Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf).
Im Anschluss gehen wir gemeinsam in die Ausstellung in der Mahn- und Gedenkstätte an der Mühlenstraße.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum und zur Mahn- und Gedenkstätte ist barrierefrei.
Während der Laufzeit finden monatlich kostenlose Führungen mit den drei Kurator:innen statt.
Die Termine bis Weihnachten sind:
Donnerstag, 19. November 2026, um 18:30 Uhr
Dienstag, 8. Dezember 2026, um 18:30 Uhr
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zur Mahn- und Gedenkstätte ist barrierefrei.
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Event venue
Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte, Marktstraße 10, 40213 Düsseldorf, Deutschland, Dusseldorf, Germany
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