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https://oiro.bandcamp.com/album/zweite-kasse-bittehttps://bakraufarfitarecords.bandcamp.com/album/kommando-marlies-eskalation-ja-klar
... einige behaupten, es seien wahnsinnig schlimme Zeiten.
Es gibt aber auch welche, die sagen, dass es eigentlich immer so beschissen war.
Andere wiederum sehen das alles nicht so kritisch: „Tote jibbet immer.“ „Ich will jetzt meinen Flat White.“
„Hat jemand Bock auf ne Radtour?“
Was kann das für uns alle und die Band Oiro bedeuten?
Dass sich garantiert morgens der Himmel hellgrau auf die Straßen von Düsseldorf-Flingern legen wird?
Dass Benzin immer noch ordentlich brennt, wenn man Feuer dranhält? Dass täglich auf dem Weg zur Arbeit inkognito Faschos in der 709 neben einem sitzen?
Ist es egal und eh alles scheinbar bewegter Stillstand? Können wir uns glücklich kaufen, ohne es zu merken?
Können wir an der Tütensuppe vorbeilatschen, ohne zu zucken? Können wir den sich überall öffnenden Toren widerstehen?
Manche haben auch Schiss davor, dass Ihnen jetzt alles vorgeschrieben wird. Das haut voll rein.
Da seh ich direkt Honecker und Stalin durch den Hofgarten spazieren, man hört im Hintergrund eine*n rumbrüllen und direkt danach Schüsse ... Sozialismus halt, normal. Moral irgendwie am Boden, ne Pfütze aus Alt, Kölsch, Staub, Kot und so ein paar Atom-Dingern, also radioaktiv, besser immer die Schuhe abduschen nach dem Spaziergang mit Schäferhündin Cora und Ihren erstaunlich geräumigen Verdauungsorganen.
Ächz. Am Ende hilft es nix: Man muss Musik machen. Mit Cello und Panflöte Akzente setzen. Texte schreiben.
Feiern, Tanzen, Schwofen whatever ... wir haben Roland, den grauen, antifaschistischen Schlagzeug-Bot mit nach Duisburg und Düsseldorf-Wersten genommen, ihn spielen lassen und unser Zeug darüber gelegt und damit Zweite Kasse Bitte aufgenommen, eine Hommage an die kryptisch-gute Einkaufssituation in Düsseldorf-Wersten, eine Ode an in Schutt und Asche gehauene Hochkultur, unser Abgesang auf alle Luxuslover.
Kommando Marlies, die Power-Pop/Punk Rock Walze aus dem Ruhrgebiet, kommen mit ihrem zweiten Album „Schöner Scheitern“ in den Ratinger Hof und das Motto bleibt: Eskalation, ja klar!
Schon seit der im Jahr 2025 erschienenen EP Die Hoffnung stirbt zuerst bereichert eine Orgel das Spektrum der Band, sodass man sich musikalisch noch breiter aufstellen konnte. Die Einflüsse reichen dabei vom klassischen The Clash Punk-Rock über Ska-Anleihen bis zu den in dem Song D-Beat Boys Don’t Cry zitierten The Cure.
Man könnte es als den naheliegenden Kommentar auf das Leben in der Post-Corona-Zeit betrachten, in der das soziale Miteinander genauso zerrüttet ist wie das politische Gesamtgefüge einer im Sinkflug begriffenen Weltgemeinschaft, wo nicht mehr weiter als bis zum Fett-gedruckten auf den Titelseiten, bis ans Satzende mit Ausrufezeichen gelesen wird und ein Gespräch an der Supermarktkasse sich nur allzu oft als Click-Bait erweist. Wenn man einmal seinen Blick erhebt, auf was will man sich berufen in einem Leben, in dem Misserfolg die emotionale Grundeinstellung darstellt? Ist es nicht das Schöner Scheitern in dem wir uns wiederfinden, wenn wir versuchen, es uns in dieser Welt wohnlich zu machen?
Gute Miene zum bösen Spiel machen
Uwe Umbruch (Gitarre/Gesang), Gründer und Hauptsongschreiber der Band. Er hat zuvor bei Public Toys, The Revolvers, Hotel Energieball, Hiroshima Mon Amour und District gespielt.
Andi (Orgel) ist seit 2024 dabei und hat zuvor vor allem bei The Porters gespielt.
Eric (Bass/Backing Vocals) ist ebenfalls seit 2024 dabei und hat bei Sonic Dolls, Parasites, Radiation Kings, Debbiespeak und Eaglebauers Bass wie auch Gitarre gespielt.
Am Schlagzeug seit 2025 Gehrke, der bei den 24/7 Fuckups und zuvor wie Andi bei The Porters spielte.
Einlass: 20h, Beginn: 21h, Eintritt: 16€
Der Kaufpreis beinhaltet 1€ solidarische Ticketgebühr – den Club Euro. Vielen Dank für deinen Beitrag!
https://club-euro.de/
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Event venue
Oskar-Jäger-Str. 190, Sonic Ballroom, 50825, Oskar-Jäger-Straße 190, 50825 Köln, Deutschland, Cologne, Germany
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