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Seit vielen Jahren findet in der Antoniterkirche ein Gedenkgottesdienst statt, der an die Geschehnisse am 9. November 1938 und an den immer brutaler werdenden und mörderischen Antisemitismus erinnern soll. Wir wissen heute, dass die Evangelische Kirche damals keine besonders rühmliche Rolle gespielt hat. Auch in der Antoniterkirche hatten die sogenannten "Deutschen Christen" das Sagen, die die Ausgrenzung der Jüdinnen und Juden begrüßten und die der Shoah nichts entgegensetzen wollten.Benannt wurde diese Schuld nur zögerlich: Das Stuttgarter Schuldbekenntnis von 1945 erwähnte die Shoah mit keinem Wort – erst 1980, mit dem Rheinischen Synodalbeschluss, bekannte sich die Kirche ausdrücklich zur Mitverantwortung am Holocaust.
In diesem Gottesdienst wollen wir der Trauer und der Bestürzung über die Geschehnisse damals Raum geben und dann auch einen kritischen Blick nach vorne richten.
Liturgie: Pfarrer Dr. Martin Bock, Prädikant Martin Weiler.
In diesem Jahr wird das Gedenken des Jahrestags der Pogromnacht musikalisch gestaltet von Rupert Gillett (Cello) und KMD Johannes Quack (Orgel).
Ort: Antoniterkirche, Schildergasse 57
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Event venue
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln, Deutschland, Cologne, Germany
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