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Die Auswirkungen der Aidskrise – nicht zuletzt auch auf die queere Community – waren verheerend, und die Folgen sind bis heute spürbar. In seinem Buch „Aids. Chronik einer Pandemie“ zeichnet der Berliner Journalist und Autor Axel Schock die medizinische Erforschung, die gesellschaftlichen Veränderungen und den entschlossenen Kampf mutiger Aktivist:innen nach. Vor allem aber erzählt das Buch die Geschichte der Menschen hinter den Zahlen und Fakten. Aus Tagebucheinträgen, Dokumenten und Zeitzeug:innenberichten entsteht so ein multiperspektivisches, globales Panorama – von der Entstehung des Virus bis in die unmittelbare Gegenwart.
Viereinhalb Jahrzehnte nach der Entdeckung des Virus ist eine HIV-Infektion behandelbar – und die Aidskrise der 1980er und 1990er Jahre ist in die Phase der Historisierung eingetreten. Allerdings fehlte bislang eine globale und übergreifende Gesamtschau. Diese Lücke schließt das in der edition suhrkamp erschienene Buch „Aids. Chronik einer Pandemie“ von Axel Schock.
Der Fokus liegt auf den Entwicklungen und Ereignissen in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum. Neben Westeuropa und den USA werden aber auch markante Besonderheiten bzw. einschneidende Geschehnisse in den oft vernachlässigten Teilen der Welt berücksichtigt. Dies betrifft insbesondere den afrikanischen Kontinent, Asien, Osteuropa bzw. den postsowjetischen Raum.
Darüber hinaus gibt das multiperspektivisch erzählte Buch auch jenen Menschen eine Stimme, für die auf unterschiedlichste Weise HIV und Aids Teil ihres Lebens sind: Infizierte und Erkrankte, An- und Zugehörige, Aktivist:innen, Menschen aus der Pflege, dem Gesundheitswesen und der Forschung. Berücksichtigt werden dabei auch jene besonders von HIV betroffenen Menschen und deren Geschichten, die in der allgemeinen Berichterstattung bzw. in historischen Rückblicken oft vernachlässigt oder ganz ignoriert werden: Drogengebrauchende, Sexarbeiter:innen, Hämophile sowie Menschen mit Migrationsgeschichte.
Über den Autor:
Der Berliner Journalist und Autor Axel Schock arbeitet seit vielen Jahrzehnten schwerpunktmäßig zu queeren Themen und zu HIV. 2023 wurde er für seine „jahrzehntelange, kontinuierliche und sachkundige Berichterstattung zu HIV/Aids“ mit dem Medienpreis der Deutschen Aids-Stiftung ausgezeichnet. Er ist darüber hinaus Mitinitiator des Arbeitskreises „Aidsgeschichte ins Museum“ und hat gemeinsam mit Corinna Gekeler eine Sammlung zur Aidsgeschichte für das Archiv des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums der Humboldt-Universität zu Berlin initiiert und kuratiert. Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen gehören u. a. die Kompendien „Die Bibliothek von Sodom. Das Buch der schwulen Bücher“, „Out! 800 berühmte Lesben, Schwule und Bisexuelle“ und „Out im Kino. Das lesbisch-schwule Filmlexikon“.
EIntritt: frei
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