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Fri, 18 Jun, 2027 at 07:30 pm UTC+02:00

10. Symphoniekonzert 2026/27 der Hofer Symphoniker

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10. Symphoniekonzert 2026\/27 der Hofer Symphoniker
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Werke:
𝗠𝗮𝘁𝗵𝗶𝗹𝗱𝗲 𝗪𝗮𝗻𝘁𝗲𝗻𝗮𝗮𝗿
Meander
𝗪𝗶𝗹𝗹𝗶𝗮𝗺 𝗪𝗮𝗹𝘁𝗼𝗻
Violakonzert
𝗘𝗱𝘄𝗮𝗿𝗱 𝗘𝗹𝗴𝗮𝗿
Enigma-Variationen op. 36
𝗩𝗶𝗼𝗹𝗮 Sara Ferrández
𝗖𝗵𝗲𝗳𝗱𝗶𝗿𝗶𝗴𝗲𝗻𝘁 Martijn Dendievel
𝗞𝗼𝗻𝘇𝗲𝗿𝘁𝗲𝗶𝗻𝗳ü𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴 18:30 Uhr
Flussmäander sind Ornamente der Entschleunigung. Statt dass der Fluss sich geradlinig den kürzesten Weg sucht, schlängelt er sich gemütlich durch die Gegend und verleiht in seinen großen und kleinen Schleifen sich selbst und der ihn umgebenden Natur einen besonderen Reiz.
Der in Amsterdam geborenen jungen Komponistin Mathilde Wantenaar war danach, einen Fluss zu komponieren. Inspiriert fühlte sie sich von der zunehmenden Kraft der verschieden schnell dahinfließenden Strömung, die den mäandernden Flusslauf neu ausrichtet, sobald sich das Wasser außerhalb der gemütlichen Flussschleifen plötzlich kraftvoll neue Wege erschließt. Mathilde Wantenaars „Meander“ ist ein atmosphärisches Stück für das innere Auge geworden.
Nach diesem Naturbild einer international renommierten jungen Komponistin freuen wir uns auf Sara Ferrández, geboren 1995 in Madrid, die im Alter von drei Jahren begann, Viola zu spielen. Mit dreizehn ging sie an die Escuela Superior de Música Reina Sofia in Madrid. An der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin studierte sie anschließend bei keiner Geringeren als der Bratschistin Tabea Zimmermann.
Im Gepäck hat sie mit dem Violakonzert von William Walton einen modernen Klassiker des Repertoires. Walton hat damit ein Statement in einer ganz eigenen Tonsprache komponiert:
Der langsame Kopfsatz hat Pathos, Schmelz und eine leicht schwermütige Melodik. Der zweite ist überraschend virtuos und schnell. Er hat einen so starken Groove, dass man eigentlich gar nicht stillsitzen will. Der dritte Satz ist eleganter, leichtfüßiger, und wie das ganze Konzert eigen und eingängig gleichermaßen.
Zum Zeitpunkt der Uraufführung von Waltons Violakonzert im Jahr 1929 war Elgar in Großbritannien und weit darüber hinaus als der nationale Komponist des Landes etabliert. Man kannte ihn zum Beispiel als den Schöpfer von Stücken wie dem ersten Marsch aus „Pomp and Circumstance“.
Bereits aus dem Jahr 1899 stammen die Enigma-Variationen. In jeder charakterisiert Elgar eine Person seines näheren Umfelds: seine Ehefrau, Musikerfreunde, die letzte Variation stellt Elgar selbst dar. Die raffinierte Musik dieser Variationen ist traumhaft schön.
Ein Wunderstück ist die Variation mit dem biblisch inspirierten Titel Nimrod auf Elgars Freund August Jaeger. Es ist Musik, die in ihrer Schönheit über sich selbst hinauswächst und als einzelner Satz selbst aus den Enigma-Variationen noch einmal heraussticht. Die Nimrod-Variation ist seit langer Zeit beim Publikum eins der am meisten geliebten Stücke Elgars überhaupt.
Am Pult steht wieder Chefdirigent Martijn Dendievel.
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