About this Event
Aus Anlass der künstlerischen Intervention "Seltene Erden – 17 Bruchstücke" von Philine Rinnert eröffnet das Netzwerk Naturwissen am 5. Mai 2026 gemeinsam mit der Künstlerin auf dem Gelände des Museums für Naturkunde Berlin eine temporäre Grabungsstätte. Die Arbeit widmet sich den sogenannten Seltenen Erden: einer Gruppe von 17 Metallen, die zentrale Bestandteile digitaler Technologien und der Energiewende sind. Die Intervention untersucht die materiellen, politischen und epistemischen Dimensionen dieser Rohstoffe und fragt danach, was in globalen Produktions- und Wissenszusammenhängen sichtbar wird und was unsichtbar bleibt.
Das begleitende Podiumsgespräch am 5. Mai um 18 Uhr greift diese Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Im Zentrum steht die Rolle Seltener Erden in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: ihre Bedeutung für technologische Innovation und wirtschaftliche Entwicklung ebenso wie Herausforderungen rund um Nachhaltigkeit, Recycling und Ressourcennutzung. Diskutiert werden zudem geopolitische Abhängigkeiten, globale Lieferketten sowie die ökologischen und sozialen Folgen ihres Abbaus.
Darüber hinaus richtet sich der Blick auf Fragen von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit: Welche materiellen Grundlagen unserer digitalen und energetischen Infrastruktur bleiben im Alltag verborgen? Welche politischen und wirtschaftlichen Dynamiken prägen ihre Wahrnehmung? Und welche Rolle können kulturelle Institutionen dabei spielen, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen und zur Diskussion zu stellen?
Nicht zuletzt wird auch eine museale Perspektive eingebracht: Was bedeutet es, Rohstoffe wie Seltene Erden in einem Museum für Naturkunde zu thematisieren? Welche Verbindungen bestehen zu musealen Praktiken des Sammelns, Ordnens und Zeigens – und wie lassen sich materielle, ökologische und politische Dimensionen solcher Stoffe im Ausstellungsraum verhandeln?
Das Podiumsgespräch versteht sich als offenes, multiperspektivisches Forum, in dem unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Journalismus, Kunst und Museumspraxis zusammenkommen.
Im Anschluss an die Gesprächsrunde wird die Intervention eröffnet.
Auf dem Podium:
- Simone Ehrenberg-Silies (Beraterin Institut für Innovation und Technik)
- Ursula Klein (Wissenschaftshistorikerin/ Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte)
- Franziska Lederer (Leiterin der Forschungsgruppe BioKollekt am Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf)
- Andreas Pietsch (Geschäftsführer Noble Elements)
- Sebastian Tappe (Professor für Lagerstättenkunde & Petrologie an der TU Freiberg)
Moderation: Stephanie Rohde (Deutschlandfunk)
Weitere Informationen zur künstlerischen Intervention finden Sie unter: https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/mitmachen/veranstaltungen/seltene-erden-17-bruchstuecke
Event Venue & Nearby Stays
Museum für Naturkunde, Invalidenstraße 43, Berlin, Germany
EUR 0.00











