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2026 wird der Punk 50 Jahre alt. Für die Journalisten und (Fanzine-) Autoren Klaus Abelmann, Detlef Max, Hollow Skai und den Grafiker Sebastian Mooock war das Jubilee Anlass, einen Reader zum Thema herauszugeben: „Hey Ho! Let’s Go! 50 Jahre Punk in Hannover” (Verlag Leuenhagen & Paris).
Auszüge aus dem Buch lesen Hollow Skai Klaus Abelmann und Bärchen-Sängerin Annette Simons und talken mit ihren Gästen. Ein Thema ist gesetzt: die Punk-Connection Hannover-Hamburg. Musikalische Intermezzi kommen von David Spoo (u.a. Kondensators, Abstürzende Brieftauben, Klischee, Gay City Rollers) und Bärchen und die Milchbubis („Jung kaputt spart Altersheim“). Letztere längst Wahl-Hamburger*innen. Anschließend: Meet & Greet und Live-Buch-Colorierung durch Sebastian Moock.
„Hey Ho! Let’s Go! 50 Jahre Punk in Hannover“ überschneidet sich nicht mit dem von den Medien hochgelobten und mit dem Paris Design Award ausgezeichneten und ebenfalls von Abelmann, Max und Skai 2023 veröffentlichten Text-Bildband „Wie der Punk nach Hannover kam“, der weiterhin erhältlich ist. Das aktuelle Buch ist nicht ausschließlich von lokalem Interesse, obwohl sämtliche Beiträge über die vergangenen fünf Jahrzehnte einen direkten Bezug zu Hannover haben, einem der wichtigsten Zentren der deutschen Punk-Bewegung (neben Düsseldorf, Berlin und Hamburg).
Die vier Herausgeber und Autoren schlagen darin den Bogen von 1976, als alles anfing, bis 2026. Sie zeigen auf, dass Punk in all den Jahren nichts von seiner Vitalität und Power und vor allem Relevanz verloren hat, wie der Do-it-yourself-Gedanke sich verbreitet hat und warum es noch immer auf die Haltung ankommt. Und nicht zuletzt wird dokumentiert, dass Frauen schon in der Frühzeit des Punk nicht nur ein schmückendes Beiwerk von Bands waren, sondern die Instrumente selbstbestimmt in die Hand nahmen und Mackern und Muckern Paroli boten. Punk ist also weit mehr als eine nostalgische Erinnerung: Er ist noch immer der einfachste und schnellste Weg, zur Sache zu kommen.
Aus dem Inhalt: Wie aus Zachius Lipschitz die 39 Clocks wurden. Legendäre Clubs und das Wohnzimmer des Punk. Die lange Tradition des Antiamerikanismus. Punk im Kindergarten und im Museum. Das Kokettieren mit Nazi-Insignien als größte denkbare Provokation. Pogoisten auf dem Weg in die Parlamente. Die verlorenen Greise der Punk-Revolution. Intervention in der Lindenstraße. Die Toten Hosen zu Gast bei Ministerpräsident Ernst Albrecht. Welcome to Hardcorehausen. Was der FC St. Pauli mit Rotzkotz zu tun hat. Big in Japan. Blondie in den Weltspielen. Sprungbrett UJZ Kornstraße. Annette Benjamin und die She-Punks. Warum die Chaostage kein Alleinstellungsmerkmal von Hannover mehr sind. Der Evangelist des Punk, DJ Dosenpfand und die Rückkehr des Bumm. Nachrufe auf John Peel, Alfred Hilsberg und andere Punk-Koryphäen. Punk-Filme, die man gesehen haben muss. Bücher über Punk, die man gelesen haben muss. Podcasts, Playlists und der verdammte Rest.
Klaus Abelmann/Detlef Max/Sebastian Moock/Hollow Skai – Hey Ho! Let’s Go! 50 Jahre Punk in Hannover (Leuenhagen & Paris, 2025, 196 Seiten, EUR 17,90)
Klaus Abelmann – verfiel im März 1977 dem Punk als unmusikalischer Aktivist, Herausgeber und Autor des Fanzines Gegendarstellung. Von 1989 bis 1992 Chefredakteur des Stadtmagazins Schädelspalter, anschließend bis 2024 Pressesprecher für die Region Hannover – Team Kommunikation.
Detlef Max — Herausgeber des Schlappschiss-Fanzines, Gründer des Hildesheimer Stadtmagazins Public, stellvertretender Chefredakteur des Stadtmagazins Schädelspalter, Redaktionsleiter von PRINZ Hannover und von 2004 bis 2024 Verlagsleiter und Geschäftsführer der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung.
Sebastian Moock — International preisgekrönter Art Director, Dozent, ehemaliger Walzstipendiat und Typograf mit Kunden aus dem Kunst- und Kulturbereich. Seit 2022 ist er Mitglied im DEUTSCHEN DESIGN CLUB e.V. und Verein für die Schwarze Kunst. Er arbeitet zwischen Analog und Digital und verbindet dies zu Hybriden. Neben zahlreichen Publikationen gründete er 2020 den moockbooks-Verlag, um Künstler*innen eine Stimme zu geben. Er gestaltete auch das Buch Wie der Punk nach Hannover kam.
Hollow Skai – Herausgeber des Fanzines No Fun und Mitbegründer des Indie-Labels No Fun Records, von 1986-1989 Chefredakteur des Stadtmagazins Schädelspalter, anschließend Kulturredakteur beim stern. Autor zahlreicher Bücher über Punk, die Neue Deutsche Welle, Rio Reiser, Nirvana, Die Toten Hosen, Die Ärzte und Lust & Sound in Berlin.
Event Venue
Nochtspeicher, Bernhard-Nocht-Straße 69a,Hamburg, Germany
Tickets
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