György Kurtág: Sämtliche Werke für Streichquartett – Quatuor Béla

Fri, 03 Apr, 2026 at 07:00 pm UTC+02:00

CHB - Collegium Hungaricum Berlin | Berlin

bastille musique
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Gy\u00f6rgy Kurt\u00e1g: S\u00e4mtliche Werke f\u00fcr Streichquartett \u2013 Quatuor B\u00e9la
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Anlässlich des 100. Geburtstags von György Kurtág spielt das Quatuor Béla erstmals dessen Gesamtwerk für Streichquartett in einem Konzert. Neben Hauptwerken Kurtágs wie dem Quartett (op. 1), den Zwölf Mikroludien (op. 13), Officium breve (op. 28) und den Moments musicaux (op. 44) erklingen in dem 80-minütigen Programm auch weitere kurze Stücke und Miniaturen, darunter eine Uraufführung.
Weitere Details zur Veranstaltung und kostenlose Reservierung: https://culture.hu/de/berlin/veranstaltungen/gyorgy-kurtag-streichquartette
György Kurtág ist einer der bedeutendsten Komponisten des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Als Erbe Bartóks und Mitstreiter Ligetis verkörpert er höchstes kompositorisches Niveau und eine Originalität, die von Tradition durchdrungen ist. Und doch ist seine Welt auch ganz und gar persönlich und einzigartig, wie man in den Kompositionen dieses Programms hören kann.
Kurtágs Musik entwickelt sich nicht über einen langen Zeitraum hinweg; es ist Musik des Augenblicks, der Geste, des Impulses, der Emotion. Das ist zweifellos der Grund, warum Kurtág so gerne kurze Formen wie die der Miniatur verwendet. Seine Sprache basiert auf klaren, genau definierten musikalischen Ereignissen, die je nach Anlass echte Phrasen im eigentlichen Wortsinne bilden mit ihren Konsonanten und Vokalen, ihrer Zeichensetzung. Zu entdecken ist auch eine surreale Topografie von Klangfragmenten: einige flach, andere gekrümmt oder gewürfelt, in der Manier von Joan Miró, der fast kindliche Figuren mit scheinbarer Lässigkeit auf der Leinwand seiner Gemälde anordnete.
Das Quatuor Béla hat sich in den letzten Jahren immer wieder intensiv mit Kurtágs Werken für Streichquartett befasst und diese kürzlich beim SWR in Stuttgart als Studioproduktion eingespielt. Die Aufnahmen erscheinen bei bastille musique.
Eine Veranstaltung des Collegium Hungaricum Berlin in Kooperation mit bastille musique und dem Quatuor Béla.

Programm
Streichquartett, op. 1 (1959)
Aus der Ferne V – Alfred Schlee in memoriam (1999)
Arioso – Hommage à Walter Levin (2009)
Secreta – Funeral music in memoriam László Dobszay (2011)
Hommage à Mihály András, op. 13 – Zwölf Mikroludien (1977-1978)
--- Pause ---
Officium breve in memoriam Andreae Szervánszky, op. 28 (1988-1989)
Aus der Ferne III (1991)
Hommage à Jacob Obrecht (2004-2005)
Colporteur (1999) *Uraufführung*
Six moments musicaux, op. 44 (1999-2005)

Quatuor Béla
Frédéric Aurier (Violine)
Constance Ronzatti (Violine)
Paul-Julian Quillier (Viola)
Alexa Ciciretti (Violoncello)
Das Quatuor Béla beschreitet seit nunmehr 20 Jahren einen einzigartigen Weg zwischen Tradition und Moderne. Seine vier Mitglieder fühlen sich sowohl dem klassischen als auch dem modernen Streichquartett-Repertoire verbunden, das sie in Frankreich und international aufführen, u.a. in der Philharmonie Paris, der Mailänder Scala, der Biennale di Venezia oder beim Beethovenfest Bonn. Geleitet von der Persönlichkeit und dem Werk Béla Bartóks setzen sie sich dafür ein, die Tradition des Streichquartetts zu einem festen Bestandteil des zeitgenössischen Musiklebens zu machen.
Für sein Engagement bei der Erteilung von Kompositionsaufträgen und der Uraufführung von Werken verschiedener Komponistengenerationen (Francesca Verunelli, Misato Mochizuki, Noriko Baba, Kaija Saariaho, Philippe Leroux, Francesco Filidei, Benjamin de la Fuente, Jean-Pierre Drouet, François Sarhan, Daniel D’Adamo, Thierry Blondeau, Marco Stroppa, Jérôme Combier, Garth Knox oder Karl Naegelen) wurde das Quartett 2015 mit dem Prix de la Presse Musicale Internationale ausgezeichnet.
Zudem hat sich das Quatuor Béla in den letzten Jahren intensiv mit mitteleuropäischen Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts beschäftigt wie Janáček, Schulhoff, Krása, Bartók, Szymanovsky und Webern. Seine Aufnahmen wurden von der internationalen Kritik hoch gelobt und vielfach mit Preisen belohnt (u.a. Gramophone Critic’s Choice Award, Prix Charles Cros, ffff Télérama, Luister 10 Award, Diapason, Le Monde).

Foto: Romane Margueritte
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Event Venue

CHB - Collegium Hungaricum Berlin, Dorotheenstraße 12, 10117 Berlin, Deutschland, Berlin, Germany

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