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Hamburg hat zwar keinen Johannes Gutenberg hervorgebracht, doch die Stadt blickt auf eine reiche und politisch wie kulturell bedeutsame Buch- und Verlagsgeschichte zurück. Bereits im 19. Jahrhundert prägten Persönlichkeiten wie der Heine-Verleger Julius Campe oder Carl Otto Meissner – der maßgeblich zur Verbreitung der Werke von Karl Marx und Friedrich Engels beitrug – die literarische Öffentlichkeit weit über die Stadtgrenzen hinaus.Bis heute ist Hamburg Sitz von mehreren hundert Verlagen. Neben großen, marktorientierten Medienkonzernen existieren unabhängige und politisch engagierte Verlage, die um Sichtbarkeit, wirtschaftliches Überleben und publizistische Freiheit ringen. Bücher sind dabei nie neutral: Sie transportieren Deutungen der Welt, strukturieren Wissen, prägen politische Öffentlichkeit – und sind zugleich Ware in einem zunehmend konzentrierten Markt.
Das Seminar richtet sich an Bücherfreund:innen und alle, die sich für die gesellschaftliche Rolle von Büchern interessieren. Im Mittelpunkt stehen Autor:innen und ihre Arbeitsbedingungen, die Praxis und Ökonomie des Verlagswesens, die Situation unabhängiger Buchhandlungen sowie große öffentliche Büchersammlungen. Zugleich werden aktuelle Herausforderungen diskutiert – etwa die Digitalisierung der Branche, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Schreib- und Verlagsprozess oder veränderte Lesegewohnheiten.
Der fünftägige Bildungsurlaub beleuchtet Hamburg als Buchstadt in Geschichte und Gegenwart und fragt danach, welche Bedeutung Bücher, Verlage und Orte des Lesens heute und in Zukunft für Bildung, Öffentlichkeit und politische Debatten haben. Wer bestimmt, was veröffentlicht, gelesen und erinnert wird? Wie können progressive Gegenöffentlichkeiten, solidarische Strukturen und emanzipatorische Bildung im Feld des Buches gestärkt werden?
Seminarleitung:
Michael Joho, Historiker, seit den 1980er Jahren in der politischen Erwachsenenbildung tätig und in verschiedenen alternativen Stadtteilinitiativen und Hamburger Bewegungen engagiert, langjähriger Referent der Linksfraktion für Stadtentwicklungspolitik.
Teilnahmebeitrag: 160 € (Standard), 120 € (Ermäßigt), 200 € (Ermöglichend)
Es stehen drei Teilnahmebeträge zur Auswahl: Neben dem Standardbeitrag, ein ermäßigter Teilnahmebeitrag für Menschen mit geringeren finanziellen Spielräumen (ein Nachweis ist nicht erforderlich), zudem ein ermöglichender Teilnahmebeitrag. Die Anzahl der ermäßigten Teilnahmebeiträge ist begrenzt, je mehr Teilnehmende den ermöglichenden Beitrag zahlen, desto mehr ermäßigte Beiträge lassen sich realisieren.
Eine Unterkunft wird nicht bereitgestellt. Teilnehmer:innen von außerhalb Hamburg sind gebeten, eigenständig eine Unterkunft zu finden.
Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg
Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung: Das Seminar ist in den Bundesländern Hamburg, NRW, Niedersachsen, Berlin und BAWÜ als gesetzlicher Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung anerkannt. Die Freistellung in weiteren Bundesländern ist ggf. auf Antrag möglich. In Bayern und Sachsen ist die Anerkennung als Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung leider nicht möglich. Weitere Infos zum Thema Bildungsurlaub/Bildungsfreistellung.
Anmeldung ab 15. Januar 2026
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg
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Event Venue
Wohnprojekt Scheplerstrasse Scheplerstraße 78 22767 Hamburg, Scheplerstraße 78, 22767 Hamburg, Deutschland, Hamburg, Germany
Tickets
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