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„Wir müssen eine atomwaffen- und gewaltfreie Welt schaffen!“ Ein Film über Michail Gorbatschow und deutsche Wahlverwandtschaften ( von Ralf Eger )Michail Gorbatschow: „Mitte der 1950er Jahre, zu dem Zeitpunkt gehörte ich bereits der Führung des Jugendverbands Komsomol in Stawropol an, bekam ich eine damals für die Öffentlichkeit geheime Dokumentation über die Folgen einer Atombombenexplosion gezeigt. Von einer Sekunde auf die andere verwandelten sich Häuser in Trümmerhaufen, von den Haustieren blieben nur verbrannte Skelette übrig. – Ich verließ den Kinosaal völlig verstört. Genauso schockiert waren die anderen Zuschauer. Ein einziger Gedanke kam mir in diesem Augenblick in den Sinn: So etwas darf niemals Realität werden! Wir, ich, wir alle müssen für den Frieden kämpfen. Ernsthaft und mit vollem Einsatz. Ohne die Kräfte zu schonen. Einen anderen Weg gibt es nicht!“
Damit ist der persönliche kategorische Imperativ gesetzt. Für ein ganzes Leben. Michail Gorbatschow beendete den (ersten) Kalten Krieg, er unterzeichnete den bedeutendsten Abrüstungsvertrag der Weltgeschichte – den (von Donald Trump 2019 gekündigten) INF-Vertrag, der, einmalig im Kalten Krieg, eine gesamte Waffenkategorie (und zwar die allergefährlichste) verschrottete –, er sorgte zusammen mit seinem amerikanischen Counterpart Ronald Reagan dafür, dass 80 Prozent der Atomsprengköpfe weltweit zerstört wurden und legte im Januar 1986 eine sensationelle konkrete Roadmap für eine von Atomwaffen befreite Welt für das Jahr 2000 vor.
Mit diesem, von keinen Bildern unterlegten, Zitat des Friedensnobelpreisträgers – er erzählte die Geschichte im April 2017 auch dem Verfasser dieses Textes – beginnt der Film. Ralf Eger, der bereits zwei Filme über die ehemalige ARD-Moskaukorrespondentin Gabriele Krone-Schmalz – „Verstehen“ und „Perspektivwechsel“ – vorgelegte, hat vor kurzem „Gorbatschow und Gödelitz – Frieden“ beendet, einen Film, der nicht nur dem ersten und letzten Präsidenten der Sowjetunion ein Denkmal setzt, sondern auch den letzten Teil der Krone-Schmalz-Trilogie bildet sowie eine ganze Reihe weiterer Personen würdigt.
Gabriele Krone-Schmalz, die im März 1990 als erste der in Moskau akkreditierten westlichen Korrespondenten überhaupt ein Interview mit Gorbatschow führte und später mit ihm im Rahmen des – von deutscher Seite mittlerweile gecancelten – Petersburger Dialogs intensiv kooperierte und die Journalistin Bettina Schaefer, die im Sommer 2023 zum ersten Jahrestag des Todes von Gorbatschow den mittlerweile preisgekrönten und ins Englische übersetzten Erinnerungsband „Michail Gorbatschow – Wie er unser Leben veränderte“ vorlegte, sind - neben den Gastgebern - die Hauptprotagonistinnen einer Veranstaltung auf Gut Gödelitz Mitte Oktober 2024 zu Ehren Michail Gorbatschows.
25€ im Vorverkauf/ 29€ an der Abendkasse. Über unsere Ermäßigungen informieren Sie sich bitte auf der website www.theater-ost.de /Kartenbestellungen per mail: [email protected] oder über das Bestellformular auf der website.
Wichtig: Sie erhalten in jedem Fall eine Bestellbestätigung von uns! Sollte diese ausbleiben, fragen Sie bitte nach. Manchmal kommen Bestellungen bei uns nicht an.
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