About this Event
GIGA 8 ist ein Kollaborationsprojekt, das von Prof. Stini Roehrs (Bewegtbild, Universität der Künste Berlin – UdK) und Prof. Lars Paschke (Modedesign, Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle) initiiert und künstlerisch begleitet wurde. Das Projekt bringt zwei unterschiedliche künstlerische Disziplinen und Institutionen zusammen und erforscht neue Formen des Geschichtenerzählens an der Schnittstelle von Film und Mode.
Im Anschluss an die Vorführung sprechen die Schauspielerin und Protagonistin Gigi Spelsberg sowie die beiden Projektleiter*innen Prof. Stini Röhrs und Prof. Lars Paschke über die Entstehung des Films, die Zusammenarbeit zwischen Mode und Bewegtbild sowie Fragen von Inszenierung, Identität und Performance. Die Moderation übernimmt Zuzanna Czebatul.
Im Wintersemester 2025/26 wurde GIGA 8 als ein experimenteller, episodischer Modefilm entwickelt, der von Studierenden beider Studiengänge in engem interdisziplinären Austausch geschaffen wurde. Im Mittelpunkt steht Schauspielerin und Model Gigi Spelsberg – zugleich reale Person, performative Figur und Projektionsfläche für gesellschaftliche Fragen. Ihre Lebenserfahrung bildet die Grundlage der Konzeption von Themen, die im Laufe des Films untersucht werden.
In acht miteinander verbundenen Episoden verwebt der Film Kleidung, Körper, Kamera und Erzählung zu einer Reihe filmischer Studien. GIGA 8 lehnt lineares Storytelling und konventionelle Modefilmformate ab und bewegt sich fließend zwischen Fiktion und Realität, Intimität und Inszenierung, Performance und Identität. Mode wird nicht als bloße Oberfläche behandelt, sondern als aktive Kraft, die Identität formt und verhandelt.
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Universitäten bildet den Kern des Projekts: Jede Episode entsteht aus einem Dialog zwischen Film und Mode, Bild und Material, Konzept und Verkörperung. Dieser Austausch eröffnet einen gemeinsamen Raum des Experimentierens, in dem sich neue Bildsprachen und Erzählstrukturen entfalten können.
GIGA 8 setzt sich mit Fragen der Sichtbarkeit, der Urheberschaft und der Selbstkonstruktion auseinander und reflektiert darüber, wie Identitäten zwischen persönlicher Handlungsfähigkeit und äußerer Projektion entstehen. Die episodische Struktur ermöglicht vielfältige Perspektiven – von Momenten der Transformation und Enthüllung bis hin zu Dynamiken von Kontrolle, Begehren und Selbstermächtigung – wobei persönliche, politische und poetische Dimensionen miteinander verwoben werden.
Präsentiert wird ein Verständnis von Mode als gelebte und performative Praxis und Film als Medium, durch das diese Prozesse sichtbar werden. Das Projekt lädt das Publikum letztlich dazu ein, die Grenzen zwischen Bild und Realität, Urheberschaft und Repräsentation zu überdenken und darüber zu reflektieren, wie wir Identität heute konstruieren und wahrnehmen.
Das Projekt wurde gemeinsam mit Pauline Pyras (UdK) und Dana Elmi Sarabi (künstlerische Mitarbeiterin, BURG) gestaltet. Zudem trugen Göksu Kunak, Antony Franz und Adam Russell-Jones als Movement Coaches zur Choreografie bei.
Ein besonderer Dank gilt dem Institut Français Berlin für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.
Gigi Spelsberg (*1977, Marseille/Berlin) ist Schauspielerin, Künstlerin und Model und arbeitet an der Schnittstelle von Film, Theater, Performance und Mode. Nach einem Studium in Produkt- und Modedesign absolvierte sie ihre Schauspielausbildung in New York und Berlin mit Schwerpunkt Meisner-Technik.
Sie war u. a. in Produktionen für Netflix, Amazon Prime Video und MUBI zu sehen sowie in Kunst- und Theaterarbeiten, darunter am Hamburger Bahnhof Berlin und an der Volksbühne Berlin. Internationale Aufmerksamkeit erhielt sie zudem durch ihre Arbeit als Model und Performerin, unter anderem für Balenciaga Couture.
Die Premiere findet im Rahmen der Nächte der Ideen 2026 des Institut français Berlin statt.
GIGA 8
Originalsprachen Englisch / Deutsch / Französisch
Untertitel Englisch
Dauer 20’25’’
Event Venue & Nearby Stays
Cinema Paris, Kurfürstendamm 211, Berlin, Germany
USD 0.00










