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Peter Gingold,„Paris – Boulevard St. Martin No. 11“
Aus dem Leben eines jüdischen Antifaschisten und Kommunisten in der Résistance und der Bundesrepublik Lesung mit Silvia Gingold und Dr. Ulrich Schneider
Kulturbaustelle Suhl
Friedrich-König-Straße 35
98527 Suhl
Peter Gingold (1916 – 2006) war einer der profiliertesten jüdischen Widerstandskämpfer und Kommunisten in der Bundesrepublik. Unter dem Titel „Paris – Boulevard St. Martin No. 11“ erschienen im PapyRossa-Verlag Köln seine autobiographischen Aufzeichnungen, aus denen seine Tochter Silvia Gingold und Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär der FIR an diesem Abend lesen werden.
Im Kriegsjahr 1916 wurde Peter Gingold in eine jüdische Familie geboren. Als Jugendlicher erlebte er den aufkommenden Faschismus, den Antisemitismus in Frankfurt/Main, schloss sich der Arbeiterjugendbewegung an und nahm teil am ersten Widerstand gegen das faschistische Hitlerregime.
Im Sommer 1933 emigrierte er mit seiner Familie ins Exil nach Paris, erlebte Existenzkampf und die Angst vor Abschiebung der Emigranten. Nach der Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht schlossen er und seine Frau Ettie sich dem Widerstand in den Reihen der Résistance an. Peter Gingold wurde verhaftet und es gelang ihm in einer unglaublichen Flucht, den Fängen der Gestapo zu entkommen. Er nahm am Aufstand zur Befreiung von Paris teil und erlebte den 8. Mai 1945 in Turin mit der italienischen Resistenza.
Zurückgekehrt nach Deutschland gestaltete er dort den politischen Neuanfang aktiv mit. Doch dann erlebten er und seine Familie fast drei Jahrzehnte erneute Verfolgung, Ausbürgerung und Berufsverbot.
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Event Venue
Kulturbaustelle, Suhl, Gotha, Germany
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