About this Event
Wut tut gut. Eigentlich. Aber irgendwo auf dem Weg hat sie aufgehört, sich so anzufühlen. Du schluckst. Du explodierst. Du schämst dich. Und von vorne. Das muss nicht so bleiben.
Dieser Tagesworkshop ist für Flinta, die ihre Wut nicht länger unterdrücken oder bereuen wollen – sondern lernen möchten, mit ihr präsent und handlungsfähig zu bleiben.
Kein Gefühl kommt so schlecht weg wie die Wut. Entweder wir spüren sie gar nicht – oder sie überwältigt uns.
Jemand sagt etwas, und du schluckst. Erst Stunden später merkst du: das war einfach nicht ok. Oder jemand im Außen wird laut – und plötzlich bist du es, die explodiert. Danach kommt die Scham. Und das Versprechen an dich selbst: Nächstes Mal mache ich das anders.
Aber nächstes Mal kommt. Und es läuft wieder gleich.
Das ist nicht dein Fehler. Das ist ein System, das nie die Chance hatte, einen würdevollen Umgang mit Wut zu lernen.
Du hast es versucht. Wirklich.
Die Reels. Die Tipps. Das Journaling. „Atme durch. Deine Wut ist berechtigt." Und trotzdem sitzt sie noch da – heiß, eng, ungelöst.
Weil Wut kein Denkproblem ist. Sie lebt im Körper. Und dort – nicht im Kopf – ist der einzige Ort, wo sich wirklich etwas verändert.
Viele Wut-Workshops arbeiten damit, Wut rauszulassen. Wir machen etwas anderes: Wir begleiten sie — langsam, sicher und in kleinen Dosen — so dass du aufhören kannst zu kämpfen oder wegzulaufen. Dein ganzes System lernt: Ich muss nicht wegrennen. Ich muss nicht explodieren. Ich kann präsent bleiben.
Genau in dem Moment, wo dein:e Partner:in wieder genau das sagt, was piekst – und du zum ersten Mal anders reagierst. Wenn deine Kinder sich streiten und dich deine eigene Wut nicht übermannt, sondern du zugewandt bleiben kannst. Wenn dich jemand auf dem Parkplatz anmotzt – und du klar, adäquat reagierst.
Dieser Workshop ist für dich, wenn…
— du spürst, dass da Wut in dir steckt – aber nicht weißt, wohin damit.
— du in Partnerschaft oder Familie immer wieder an dieselben Trigger gerätst.
— du zwischen Explodieren und Runterschlucken pendelst – und beides sich falsch anfühlt.
— du deine Wut nicht loswerden willst, sondern endlich in ihrer Lebendigkeit wahrnehmen willst.
— du bereit bist zu fühlen – auch wenn das ungewohnt ist.
— du ein Vorbild sein willst, wie gesund und würdevoll Wut sein kann.
— du denkst, du hast eigentlich gar keine Wut – aber irgendwie kochst du doch immer wieder über.
— du weißt, dass es dir ganz schön viel Energie raubt mit der Wut zu kämpfen und das ändern willst.
Dieser Workshop ist (noch) nicht für dich, wenn…
— du dich gerade in einer akuten Krise befindest. Nicht weil du nicht willkommen bist – sondern weil du für diese Arbeit ein gewisses Maß an innerer Stabilität brauchst.
— du gerade keine therapeutische Begleitung hast, aber spürst, dass du eine bräuchtest. Dieser Workshop ersetzt keine Therapie.
— du kommst, weil jemand anderes findet, du solltest. Wut-Arbeit braucht echte Freiwilligkeit.
— du nicht bereit bist, Verantwortung für dich und dein Verhalten zu übernehmen.
Wenn du unsicher bist, ob das gerade der richtige Zeitpunkt für dich ist – schreib uns einfach. Wir schauen gemeinsam, was passt.
Was dich erwartet
01 – Boden unter den Füßen Bevor wir in die Wut gehen, lernen wir uns kennen, damit wir uns alle ein bisschen wohliger fühlen, und bauen Ressourcen auf. Du lernst, was dich stabilisiert – auch wenn es innerlich unruhig wird. Du lernst das Spektrum von Wut kennen und was es in deinem Körper macht.
02 – Wut wirklich spüren Geführte Übungen, die dich in den Kontakt mit deiner Emotion bringen – in deinem Tempo, ohne dass es dich überwältigt.
03 – Verstehen, was du wirklich brauchst Wir arbeiten mit Übungen, die die Energie in deinem Körper wirklich bewegen — so, dass etwas in dir weicher wird, nicht nur lauter. Katharsis alleine kann das nicht.
04 – Nicht alleine damit Wut fühlt sich anders an, wenn andere dabei sind. Du übst, mit der Emotion präsent zu bleiben – in einer wohlwollenden Gemeinschaft.
05 – Wut tut gut Was passiert, wenn du nicht mehr gegen sie arbeitest — und sie nicht mehr gegen dich? Du gehst nicht nach Hause mit einer gezähmten Wut. Sondern mit einer, die du kennst. Wut, die sich zeigen darf, braucht keine Gewalt mehr. Sie wird zu etwas, das einfach zu dir gehört.
Was danach möglich wird:
Stell dir vor, du gehst in ein schwieriges Gespräch – und du zitterst nicht mehr innerlich. Du spürst die Wut, sie gibt dir Halt. Deine Stimme bleibt ruhig, weil sie aus etwas Echtem kommt.
Du liebst klarer. Weil du weißt, wo du endest und die andere Person beginnt. Weil du nicht mehr alles schluckst, bis es irgendwann explodiert.
Du triffst Entscheidungen schneller. Die Wut zeigt dir den Weg – sie ist der Kompass, der sagt: hier. das. jetzt. Du vertraust ihr. Du vertraust dir.
Und irgendwann merkst du: du bist leichter geworden. Nicht weil du weniger fühlst – sondern weil du nichts mehr mit dir trägst, was nicht dir gehört.
Wer wir sind
Mira
Ich dachte lange, ich hätte kein Thema mit Wut. Schließlich hatte starke Wut mich mein ganzes Leben begleitet. Und gleichzeitig – ich ließ Menschen immer wieder über meine Grenzen gehen, ohne wütend zu werden. Oder ich rastete aus. Blind.
Die Wut meiner Kinder hat mich jahrelang in eine Hilflosigkeit gebracht, die ich nicht erklären konnte. Bis zu dem Moment, wo meine Kinder sich wild stritten – und ich ruhig blieb. Klar. Liebevoll. Fünf Minuten später saßen wir zu dritt kuschelnd auf dem Sofa. Das war kein Zufall. Das war das Ergebnis von viel innerer Arbeit.
Ich bin seit 15 Jahren Coach und Trainerin. In den letzten zwei Jahren habe ich eine intensive Ausbildung in verkörperter Transformation durchlaufen – und dabei nicht nur Methoden gelernt, sondern sie in mir selbst durchlebt. Davor: systemisches Coaching, zwei Yogalehrerinnenausbildungen, Gewaltfreie Kommunikation, Mediation. Ich arbeite mit Supervision. Ich kenne meine eigenen Trigger.
Ich möchte der Wut zu einem guten Ruf verhelfen.
Kasia
Als Kind habe ich mir still vorgenommen, anders zu sein. Meine Mutter wurde schnell wütend, verletzend – und ich lernte, mich anzupassen. Vorsichtig zu sein. Die Wut verschwand nicht – sie ging einfach unter.
Mit 27 brach es zum ersten Mal heraus. Eine intensive Beziehung, ein eifersüchtiger Abend – und plötzlich zwei Gläser auf dem Boden. Das erste Mal, dass ich meine Wut so geballt spürte. Nicht schön. Aber real. Was mich wirklich verändert hat, war die Mutterschaft – das Lernen, den Raum zu halten, ohne zu bewerten.
Heute kenne ich meine Trigger. Ich kann die Wut fühlen und sie da sein lassen. Ich bin noch auf dem Weg. Aber ich weiß: Wut, die Raum bekommt, verliert ihre Härte. Und gewinnt ihre Kraft.
Seit 2016 begleite ich Frauen in ihre Kraft und Klarheit. Ich verwebe Generative Coaching, Connection Practice, Körperarbeit und Gewaltfreie Kommunikation – weil die tiefsten Veränderungen dort passieren, wo wir unseren Emotionen wirklich begegnen.
Der Tag
09:30 – 17:30 Ankommen. Fühlen. Verstehen. Mitnehmen.
Wir beginnen mit Stabilität – du baust innere Ressourcen auf, die dich tragen, wenn es eng wird. Dann gehen wir in echten Kontakt mit der Wut: geführt, sicher, in deinem Tempo. Du spürst, wie sich Wut in deinem Körper anfühlt – und wie es sich anfühlt, darin gehalten zu werden. Am Nachmittag lernst du, wie du mit der Energie in dir bleibst — ohne dass sie dich überwältigt oder du sie wegschiebst. Wir üben mit konkreten Situationen aus deinem Alltag. Du gehst mit Ankern nach Hause, die in deinem Alltag wirklich tragen.
(Mittagspause 1 Stunde – zur freien Verfügung)
Dein Platz
180 € — Inklusive Tagesworkshop mit persönlicher Begleitung und Nachbereitungs-Impulse per Mail plus Eventbrite-Gebührt.
Maximal 8 Plätze.
Event Venue & Nearby Stays
Frauenzentrum e.V., Gerberei 4, Erlangen, Germany
EUR 192.96










