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Rundgang mit dem Historiker Heimo HalbrainerNach der Vertreibung der Jüdinnen und Juden aus der Steiermark am Ende des Mittelalters dauerte es bis Mitte des des 19. Jahrhunderts, dass sie sich wieder in der Steiermark – vor allem in Graz – niederlassen konnten. Diese Zuwander:innen gründeten zunächst 1863 eine erste jüdische Vereinigung und legten somit den Grundstein jüdischen Lebens in Graz. Zwei Jahre später wurde im Bezirk Jakomini eine erste Synagoge eingeweiht, die für fast drei Jahrzehnte das Zentrum des religiösen Lebens in Graz war. Im Bezirk ließen sich auch zahlreiche Kaufleute nieder und gründeten Gewerbebetriebe. In den 1920er- und 1930-er Jahren wurden auch zwei für die jüdische Gemeinde ganz wichtige Vereine gegründet. Hier lebte auch der Grazer Rabbiner David Herzog. Er wurde nach der Machtübernahme der Nazis 1938 ebenso misshandelt, beraubt und vertrieben wie hunderte andere Jüdinnen und Juden aus dem Bezirk. Vielen gelang 1938/39 die Flucht nicht und sie wurden ermordet. Viele Jahrzehnte lang wurde über diese Geschichte geschwiegen. Erst in den letzten Jahren wurde den Spuren jüdischen Lebens im Bezirk nachgegangen und mit Stolpersteinen an die ehemaligen jüdischen Grazer:innen erinnert.
Heimo Halbrainer ist Historiker und wissenschaftlicher Leiter von CLIO – Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit.
Der Rundgang findet in Kooperation mit der KPÖ-Bezirksgruppe Jakomini statt.
Datum: Dienstag, 27. Jänner
Uhrzeit: ab 16 Uhr
Treffpunkt: Radetzkystraße 8, Graz
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Event Venue & Nearby Stays
Radetzkystraße 8, 8010 Graz, Österreich, Radetzkystraße 8, 8010 Graz, Österreich, Graz, Austria
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