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Neues Leben auf dem Grund des Krieges: die „Brumme-Siedlung“ in Bienrode
Treffpunkt: Waggumer Straße/Ecke Pappelallee
Wie auf den Resten einer demontierten Rüstungsfabrik neues Leben entstand, lässt sich in der so genannten „Brumme-Siedlung“ in Bienrode entdecken. Der Rundgang durchmisst den Zeitraum 1937-1974: vom Aufbau einer Flugzeugproduktion für die nationalsozialistischen Kriegsziele bis zum Schlussspurt der Gemeinde vor der ungewollten Eingemeindung zur Stadt Braunschweig.
In wechselnden Perspektiven beleuchtet Uwe Day den mühevollen Weg vom kleinen Bauern- und Handwerkerdorf mit einer benachbarten Luftwaffenschmiede zu einer wirtschaftlich kraftvollen Großgemeinde mit mehr als 2.000 Einwohnern.
Dabei erfahren die Teilnehmer, warum sich das Dorf vom Steuerreichtum in der NS-Zeit wenig kaufen konnte, welche Goldgräberstimmung „Schrott“ in den Nachkriegsjahren auslöste, weshalb der Gemeinderat „Luther&Jordan“ zu enteignen versuchte, wie mit Hilfe der katholischen Kirche Bienrodes Weg in die Zukunft freigemacht wurde, welche Rolle ein Braunschweiger Architekt und Siedlungsplaner dabei spielte und welche zeittypischen sozial-ästhetischen Muster in der Siedlungsplanung und den Bau- und Wohnstilen zum Ausdruck kamen, welches „Gold“ dafür aus den sandigen Böden der ehemaligen Spargelfelder gefördert werden musste und wie die Entstehung des neuen Ortsteiles auf die Modernisierung des Ursprungsdorfes zurückwirkte.
Ausschnitt aus der Karte der Stadt Braunschweig im Jahr 1956/1957. Die frühere Infrastruktur der Luftwaffenschmiede bildete das Fundament für die Siedlungsplanung des neuen Ortsteiles.
(c) Uwe Day
Der Lageplan der „Luther-Werke II“ in der Gemarkung Bienrode in der finalen Ausbauphase vom November 1943.
(c) Uwe Day
Event Venue & Nearby Stays
Waggumer Straße, Waggumer Straße, Braunschweig, Germany
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